Jetzt online: Filme zu „Phönix aus der Asche. Bildwerdung der Antike - Druckgrafiken bis 1869“

Zwei Kurzfilme zu Ausstellung und Katalog

 

Die verschwundene, zerstörte, leblose Antike ersteht seit Jahrhunderten immer wieder neu auf, ähnlich wie der mythische Vogel Phönix aus der Asche seines verbrannten Leibes. Bilder – seien es reine Fantasien, Aufnahmen der Überreste, Rekonstruktionen, Repliken oder Reiseimpressionen – spielen dabei eine zentrale Rolle. Erst diese kontinuierlichen „Bildwerdungen“ begründen seit der Renaissance die Faszination der Antike. Die Bilder machen zugleich besonders deutlich, dass das Interesse nie nur auf eine „klassische“, römisch-griechische Antike beschränkt war, sondern stets die lokalen Antiken aller Länder Europas, Kleinasien und Nordafrika miteinschloss, ja selbst die Kulturen in Fernost und Amerika zum Vergleich heranzog. Für diese Bildwerdung der Antike kommt insbesondere dem Medium der Druckgrafik, das seit dem späten 15. Jahrhundert eine weite Verbreitung von Abbildungen ermöglichte, entscheidende Bedeutung zu.
Ausstellung und Katalog untersuchen die epistemischen Funktionen dieser Grafiken, ihre eigenständigen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des durch sie Darstellbaren, ihr „Nachleben“ durch Neuauflagen, Nachstiche und Übernahmen wie auch ihr Verhältnis zu begleitenden Texten. Ein Ausblick beleuchtet den Übergang zu den neuen, mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Möglichkeiten moderner Bildgebung und Vervielfältigung, allen voran der Fotografie.

 

 

 

 


In Kooperation mit dem Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke München, den Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München sowie den Instituten für Klassische Archäologie und Ägyptologie und Koptologie der LMU München.


#zi_phönix #zentralinstitutfürkunstgeschichte

 

Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie [hier].
Informationen zum Katalog finden Sie [hier].