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Elena Treiber // Hoffnungs- und Sehnsuchtsorte im Spiegel von Flucht und Migration. Aktuelle künstlerische Positionen zwischen Wunsch- und Alptraum

Elena Treiber // Hoffnungs- und Sehnsuchtsorte im Spiegel von Flucht und Migration. Aktuelle künstlerische Positionen zwischen Wunsch- und Alptraum

Vermehrte Flucht- und Migrationsbewegungen gelten als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Auch Künstler*innen beschäftigen sich mit der eigenen Flucht und Migration und versuchen, dem Erlebten Ausdruck zu verleihen. Ursachen, Verlauf und Ankunft sind oftmals mit einer Vielzahl traumatisierender Erfahrungen verbunden und können den Ausgangspunkt für die künstlerische Beschäftigung mit dem Erlebten bilden. Hierbei kann eine (alp-) traumhafte Ästhetik der künstlerischen Artikulation als Darstellungsform des Traumatischen dienen.
Das Dissertationsprojekt untersucht aktuelle künstlerische Arbeiten von Künstler*innen mit Flucht- oder Migrationserfahrung und legt den Fokus auf das Spannungsfeld zwischen Traum und Trauma. Flucht und Migration können in vielfacher Hinsicht traumatisch sein. Nicht selten greifen Träume von Menschen mit Migrationserfahrung die Flucht und ihre Fluchtursachen in konkreter oder abstrakter Weise erneut auf. Dabei können sowohl die Fluchterfahrung an sich, als auch die dadurch verursachten (Alp-)Träume traumatisierend wirken. Ferner werden mit dem Zielort der Migration auch Vorstellungen, Hoffnungen und Wunschträume verbunden, die mitunter ausschlaggebend für die Entscheidung zur Flucht bzw. Migration sind. Häufig dienen in Fluchtsituationen (Tag-)Träume als Zufluchtsraum. Sie können dazu beitragen, die Widerstandskraft der Geflüchteten zu stärken und ihnen eine kurzzeitige Fluchtmöglichkeit aus der sie umgebenden Wirklichkeit zu bieten.
Es wird untersucht, ob es eine spezifische künstlerische Ästhetik sowohl des Traum- als auch des Traumahaften von Flucht und Migration gibt. Dabei werden Fragen nach der Migration und dem Traum(a) als Movens künstlerischer Produktion und der Unterscheidbarkeit künstlerischer Traum(a)-Arbeiten von »authentischen« Traumerfahrungen gestellt. Was bedeutet ferner die transkulturelle Dimension der Flucht und Migration für europäische Traumkulturen und aus welcher Perspektive und Erfahrung von Traumkultur sind die künstlerischen Positionen formuliert? Zudem wird der Ästhetik des Traums und Traumas in der kuratorischen Praxis und szenografischen Präsentation der Werke nachgegangen.

Team