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Aufklärung und Mythos im Diskurs über indigene Gegenwartskunst

Larissa Kunert arbeitet seit August 2025 an einem zwischen Philosophie (Ästhetik) und Kunstgeschichte angesiedelten Promotionsprojekt, das sich mit der Popularität indigener Gegenwartskunst in europäischen Institutionen wie den Ausstellungsreihen Venedig-Biennale und Kasseler documenta befasst.

Gegenstand der Untersuchung sind vor allem sprachliche Zuschreibungen und Diskurszusammenhänge, die das besagte Phänomen mitkonstituieren. Sie werden in der Arbeit auf ihr Verhältnis zu Denkfiguren der europäischen Aufklärung und des romantischen Antikapitalismus hin analysiert. Die Hypothese lautet, dass im Diskurs über indigene Gegenwartskunst „Aufklärung“ mit „Ausbeutung“ (der Natur und des Menschen) identifiziert wird. Somit wird eine Kapitalismuskritik artikuliert, die zwar auf tatsächliche gesellschaftliche Probleme zielt, diese jedoch nur unzureichend erfassen kann.

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