Aufklärung und Mythos im Diskurs über indigene Gegenwartskunst
Gegenstand der Untersuchung sind vor allem sprachliche Zuschreibungen und Diskurszusammenhänge, die das besagte Phänomen mitkonstituieren. Sie werden in der Arbeit auf ihr Verhältnis zu Denkfiguren der europäischen Aufklärung und des romantischen Antikapitalismus hin analysiert. Die Hypothese lautet, dass im Diskurs über indigene Gegenwartskunst „Aufklärung“ mit „Ausbeutung“ (der Natur und des Menschen) identifiziert wird. Somit wird eine Kapitalismuskritik artikuliert, die zwar auf tatsächliche gesellschaftliche Probleme zielt, diese jedoch nur unzureichend erfassen kann.