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Forschungsschwerpunkt Moderne und Gegenwart

Künstlerische Artefakte der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit verlangen ebenso eine eingehende Beschäftigung mit den Bedingungen ihrer Hervorbringung wie historische Objekte – und dies in geschichtlicher, ökonomischer wie wissenspolitischer Hinsicht.

Das aktuelle Profil des Forschungsschwerpunkts Moderne und Gegenwart am ZI setzt hier an und versucht, über eine Neubefragung der klassischen Begriffstrias Kunst – Kunstgeschichte – Gesellschaft Konturen einer Kunstgeschichte des Sozialen sichtbar werden zu lassen, die ästhetische, materielle und soziale Dimensionen zusammendenkt.

Fragen nach dem Verhältnis von sogenannt angewandter und freier Kunst werden ebenso adressiert wie jene nach Autonomie und Eingebundenheit in gesellschaftliche Prozesse und Zwänge – und zwar von Kunst, materieller Kultur und Kunstgeschichte gleichermaßen. Ziel ist es, Verschiebungen im gesellschaftlichen Selbstverständnis der Kunstgeschichte als Fach mitzudenken sowie klassische kunstsoziologische Ansätze neu zu perspektivieren und für unsere Gegenwart zu reaktivieren.

Gerade für die Kunst und materielle Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts stellt sich mit besonderer Dringlichkeit die Frage, wie sich eine analytische Distanz gewinnen lässt, die zugleich die eigene historische und epistemische Involviertheit berücksichtigt.

 

Der Forschungsschwerpunkt ist aus dem Studienzentrum zur Kunst der Moderne und Gegenwart hervorgegangen. Anlass für die Gründung des Studienzentrums war die 2009 erfolgte Stiftung der Privatbibliothek von Herzog Franz von Bayern an das ZI und eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2011-2016.

Dem Schwerpunkt ist das jährlich ausgeschriebene Juliane-und-Franz-Roh-Stipendium zugeordnet, das Forschungsvorhaben im Bereich der Kunst und materiellen Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts fördert. 

 

Kontakt: Dr. Léa Kuhn