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Leonardo da Vinci. Das Buch von der Malerei. Neu übersetzte und kommentierte Ausgabe des Codex Urbinas 1270

Ziel des Projektes ist es, den Traktat Leonardos in Zusammenarbeit mit einem neunköpfigen Team von renommierten FrühneuzeitforscherInnen neu herauszugeben. Damit ist eine Aktualisierung der veralteten Sprache Heinrich Ludwigs in einer neuen Übersetzung intendiert. Besondere Bedeutung kommt dem Kommentar zu, der den Forschungsergebnissen zu Leonardo in den letzten 140 Jahren Rechnung trägt. Dazu zählen insbesondere die Forschungen zur Optik und Perspektive, zur Wahrnehmungsästhetik, Anatomie, Botanik und Meteorologie sowie zu den kunsttheoretischen und moralphilosophischen Aspekten des Textes.
Leonardo da Vinci. Das Buch von der Malerei. Neu übersetzte und kommentierte Ausgabe des Codex Urbinas 1270

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Leonardo da Vincis Libro di Pittura gehört zu den wichtigsten Schriften der Renaissance. Das Werk führt weit über den Bereich eines reinen kunsttheoretischen Traktats hinaus. Es stellt eine einzigartige Synthese naturphilosophischer, medizinischer und technologischer Erkenntnisse mit der Praxis und Ethik des Malers dar und damit eine Summe des zeitgenössischen Wissens im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert. Trotz der überragenden geistesgeschichtlichen Bedeutung der Schrift erweist sich ihre Editionsgeschichte als außergewöhnlich komplex. Das Buch ist eine Sammlung aus zahlreichen Notizen und Zeichnungen Leonardos, die in thematischen Passagen zusammengefasst wurden. Die Urversion des Libro ist der sogenannte Codex Urbinas 1270 in der Vatikanischen Bibliothek in Rom. Er geht auf die kompilierende Arbeit von Leonardos Schüler und Mitarbeiter Francesco Melzi zurück, der 1519 nach dem Tod Leonardos dessen Aufzeichnungen erbte. Der vollständige Codex Urbinas 1270 wurde im Jahr 1817 publiziert. Die erste deutsche Übersetzung des Codex Urbinas 1270 (Vaticanus) erfolgte 1882 durch den Maler und Kunstschriftsteller Heinrich Ludwig. Dieses dreibändige Werk ist bis heute die umfassendste deutsche Ausgabe von Leonardos Malereitraktat geblieben. Angesichts der enormen Dynamik der Forschungen zu Leonardo insbesondere in den letzten siebzig Jahren besteht die dringende Aufgabe, die historisch-kritische Herausgabe von Leonardos Malereitraktat durch Heinrich Ludwig aus dem vorletzten Jahrhundert auf den neuesten Stand zu bringen. Das betrifft gleichermaßen den Kommentar und die Übersetzung. Auf beiden Gebieten ist eine moderne Ausgabe des Libro di Pittura, dem sowohl kunsttheoretisch als auch wissenschaftsgeschichtlich am weitesten ausgreifenden Kunsttraktat der Renaissance, ein dringendes Desiderat.Projekt Steinhardt-Hirsch Vor dem Hintergrund seiner wechselvollen Entstehungs- und Editionsgeschichte lässt sich Leonardos Libro di Pittura mit seiner Überlagerung verschiedener Quellen nur als ein offenes Experimentierfeld verstehen, das an die Grenzen des Verständnisses von Autorschaft und textlicher Authentizität führt. Gerade darin liegt aber auch die Modernität der Schrift. In ihrem Facettenreichtum, ihren Variationen, Widersprüchen und Redundanzen erlauben die über 800 Textpassagen, der intellektuellen Dynamik von Leonardos kunst- und naturwissenschaftlichem Denken auf die Spur zu kommen. Ziel des Projektes ist es, den Traktat Leonardos in Zusammenarbeit mit einem neunköpfigen Team von renommierten FrühneuzeitforscherInnen neu herauszugeben. Damit ist eine Aktualisierung der veralteten Sprache Heinrich Ludwigs in einer neuen Übersetzung intendiert. Besondere Bedeutung kommt dem Kommentar zu, der den Forschungsergebnissen zu Leonardo in den letzten 140 Jahren Rechnung trägt. Dazu zählen insbesondere die Forschungen zur Optik und Perspektive, zur Wahrnehmungsästhetik, Anatomie, Botanik und Meteorologie sowie zu den kunsttheoretischen und moralphilosophischen Aspekten des Textes.

In Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg (Prof. Frank Fehrenbach), der Universität Urbino (Prof. Fabio Frosini), der Universität Frankfurt (Prof. Hans Aurenhammer), der Universität Bern (Dr. Claudia Lehmann), der Kunstuniversität Basel (Dr. Fabiana Cazzola-Senkpiel), der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (PD Matteo Burioni) und des KHI in Florenz (Prof. Dr. ALessandro Nova, Dr. Hanna Gründler).

Team