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Rhea Dehn Tutosaus

Preisträgerin Jutta-Held-Preis 2026

Forschungsaufenthalt: Juni bis Juli 2026




Abteilung/en: Forschung
Gruppe/n: Fellows, Preistragende

Vita

Rhea Dehn Tutosaus, M.A., ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Mode & Ästhetik der TU Darmstadt und wurde dort im November 2025 mit summa cum laude Fach Kunstgeschichte promoviert. Ihre Dissertation „Grenzquerende Verbindungen. Ästhetiken der Körper, Bewegungen und Grenzerfahrungen in der zeitgenössischen Kunst“ wurde 2021 mit dem Förderpreis des Fachbereichs Humanwissenschaften ausgezeichnet. Neben Forschungsaufenthalten in Spanien und Marokko war sie im Oktober 2025 als Gastwissenschaftlerin an der Universitat de Barcelona. Sie studierte von 2013–2016 Kunstgeschichte und Romanistik an der Goethe-Universität Frankfurt und von 2016–2019 Kunstgeschichte im Masterstudium an der Goethe-Universität sowie der Universitat de Barcelona. Von 2017 bis 2019 war sie Stipendiatin des Deutschlandstipendiums. Seit Anfang 2026 ist sie Co-Sprecherin der AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration und Kuratorin im G10 Projektraum Darmstadt.

 

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Rhea Dehn Tutosaus über ihre mit dem Jutta-Held-Preis 2026 ausgezeichnete Dissertation „Grenzquerende Verbindungen: Ästhetiken der Körper, Bewegungen und Grenzerfahrungen in der zeitgenössischen Kunst“:

Die Dissertation untersucht die Straße von Gibraltar als ästhetischen, politischen und epistemischen Grenzraum und versteht Grenzen nicht als fixe Linien, sondern als dynamische Gefüge, die durch Körper, Bewegungen und visuelle Praktiken hervorgebracht werden. Im Zentrum stehen zeitgenössische Videoarbeiten von Ursula Biemann, Randa Maroufi, Yto Barrada und Irene Gutiérrez Torres, die Grenzen als bewohnte, durchquerte und erfahrene Räume sichtbar machen. Die Arbeiten werden als eigenständige Formen der Wissensproduktion gelesen, die geopolitische und epistemische Ordnungen herausfordern. Daraus entwickelt die Studie den Begriff einer feministisch-postkolonialen Grenzästhetik, die zeigt, wie sich Machtverhältnisse in Körper einschreiben und zugleich verschoben werden können. Kunst erscheint dabei nicht als Illustration politischer Verhältnisse, sondern als Ort alternativer Wissensformen.