Ausstellung: Bilder auf Wanderschaft. Das Warburg Institute und eine britische Kunstgeschichte

Termindetails

Wann

30.05.2019 um 09:00 bis
21.06.2019 um 00:00

Art

Ausstellung

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Nördlicher Lichthof, I. OG

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1941 eröffnete im Warburg Institute in London die von den Kunsthistorikern Fritz Saxl und Rudolf Wittkower geplante und organisierte Ausstellung „English Art and the Mediterranean“. In mehr als 500 Fotografien von Kunstwerken dokumentierte sie die engen kulturhistorischen Verbindungen zwischen dem Mittelmeerraum und den Britischen Inseln. Das Warburg Institute, hervorgegangen aus der „Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg“ des Kunsthistorikers und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg, war 1933 aus Hamburg nach London emigriert und appellierte in dieser programmatischen Ausstellung an eine europäische Identität Großbritanniens.

 

Ausstellung: Bilder auf Wanderschaft. Das Warburg Institut und eine britische Kunstgeschichte

In Zeiten des Brexit und eines in ganz Europa zunehmenden Nationalismus präsentiert das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München Dokumente dieser beeindruckenden Geschichte einer Ausstellung, die von dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Forschungsverbund „Bilderfahrzeuge“ gemeinsam mit dem Warburg Institute und der Central Saint Martins University of the Arts, London, kuratiert wurde.

Das Warburg Institute in London organisierte zwischen 1933 und 1945 eine ganze Reihe von fotografischen Ausstellungen. Sie stellten die innovative Methodik einer Argumentation in Bildkonstellationen vor, die mit dem aus Hamburg emigrierten Institut nach Großbritannien gelangte. Zugleich warben sie für die Integration der ‚fremden‘ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Leitend war hierbei die aus der Forschung resultierende Erfahrung einer gesamteuropäischen Kultur. In der Münchner Ausstellung „Bilder auf Wanderschaft. Das Warburg Institute und eine britische Kunstgeschichte“ werden nun Archivalien präsentiert, die eindrücklich die wissenschaftshistorische und politische Relevanz dieser außergewöhnlichen Ausstellungspraxis zeigen.

 

Wir laden Sie herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am 29. Mai 2019 um 18.15 Uhr in Raum 242 des ZI. Sprechen werden Burcu Dogramaci (München), Johannes von Müller (London) und Ulrich Pfisterer (München).

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: Joanne Anderson, Mick Finch und Johannes von Müller (Hg.): Image Journeys. The Warburg Institute and a British Art History, Passau: Dietmar Klinger Verlag 2019.

 

Die Ausstellung ist vom 30. Mai bis 26. Juni 2019 jeweils Montag bis Freitag, 9.00-20.00 Uhr zugänglich. An Sonn- und Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.
Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte, dem Warburg Institute, dem Forschungsverbund „Bilderfahrzeuge: Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“ und der Central Saint Martins University of the Arts, London.

 

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