Vortrag Christoph Heuter

Termindetails

Wann

02.11.2005
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Emil Fahrenkamp 1885-1966. Architekt im rheinisch-westfälischen Industriegebiet

Emil Fahrenkamp gilt als einer der wichtigsten westdeutschen Architekten des 20. Jahrhunderts. Der gebürtige Aachener war fast 60 Jahre lang in Düsseldorf tätig, lehrte dort an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie. Aus Fahrenkamps intensiven Kontakten zu Industriellen und Kaufleuten gingen vorwiegend in Westdeutschland stadtbildprägende Bauten hervor; in Berlin und Wuppertal wurden jüngst mit dem Shell-Haus und dem Kaufhaus Michel zwei seiner Hauptwerke aufwendig restauriert und überregional gefeiert. Die heutige Annäherung an Werk und Person ist jedoch durch seine Verstrickung in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts erschwert: Fahrenkamp, der sich zeitlebens als unpolitisch verstand, hatte seit 1937 als Akademiedirektor ein repräsentatives Amt inne und baute im Auftrag von Göring, Goebbels und Speer. Eine typisch deutsche Karriere?

Dr. Christoph Heuter
Studium Kunstgeschichte, Volkskunde und Städtebau an der Universität Bonn. Promotion 2000 über Emil Fahrenkamp, prämiert mit dem Paul-Clemen-Stipendium 2000 des Landschaftsverbandes Rheinland und mit dem 2. Preis der Postersektion des XXVII. Deutschen Kunsthistorikertag 2002 in Leipzig. 2000-2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Denkmalbehörde Wuppertal. Seit 2002 beim Westfälischen Amt für Denkmalpflege in Münster, dort seit Januar 2005 Bearbeiter des Dehio-Westfalen. Publikationen vorwiegend zur Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts, zu Denkmalpflege und Industriekultur.

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