Vortrag Gerd Blum

Termindetails

Wann

22.06.2011
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Von der Genesis zum „Jüngsten Gericht“ Michelangelos. Kunstgeschichte und Geschichtstheologie in Vasaris „Viten“ (in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, Max-Planck-Institut e.V.)

Die „Vite“ Giorgio Vasaris erschienen 1550 in erster Auflage. Vasari und seine Koautoren entwarfen eine 'große Erzählung' der Kunstgeschichte nach dem Vorbild der augustinischen Geschichtstheologie und der frühneuzeitlichen Universalchroniken. Dabei entsprechen die drei Epochen des "progresso della rinascita" den drei heilsgeschichtlichen Epochen „ante legem“, „sub lege“ und „sub gratia“. Diese These wird durch eine Analyse der Periodisierung wie auch der Paginierung der Erstauflage, der sogenennten „Torrentiniana“, belegt.

Gerd Blum
Professor für Kunstgeschichte an der Kunstakademie Münster und zur Zeit Fellow am Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" der Universität Konstanz. Blum war Gastprofessor an der Universität Heidelberg und erhielt 2010 den Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung: Promotion über den Maler Hans von Marées, Habilitationschrift über "Ideale Orte und inszenierte Ausblicke. Architektur und Landschaft in der italienischen Renaissance", Aufsätze zur italienischen Renaissance, zu Edouard Manet und zur zeitgenösischen Kunst. Im Mai erscheint bei C.H. Beck: Giorgio Vasari. Der Erfinder der Renaissance. Eine Biographie.

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