Vortrag Julian Kliemann

Termindetails

Wann

28.05.2014
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Die Philosophie eines Malers: Neues zu Federico Zuccaris Fresken seines römischen Hauses und zu seinem Konzept des Disegno

Die Ausmalung seines römischen Hauses, die Federico Zuccari und seine Werkstatt in den letzten Jahren des 16. Jahrhunderts vornahmen, ist bereits mehrfach untersucht worden. Jedoch fehlte bis heute eine systematische Untersuchung der vom Maler verwendeten Bildsprache.

Unter Rückgriff auf ein umfangreiches musée imaginaire, das er sich auf seinen Reisen nach Venedig und in die Niederlande angeeignet hatte, hat Zuccari in seinem Haus eine von anderen übernommene „Philosophie in Bildern“ dargestellt, die er mit eigenen Ideen anreicherte und umformte und deren Botschaft weit mehr als nur die künstlerische Sphäre betrifft.

Disegno“ spielte hier zunächst keine hervorgehobene Rolle, sondern wurde erst allmählich – und erneut durch die Kombination unterschiedlicher bildlicher und textlicher Quellen – zu einer der zentralen Gestalten der Fresken. Die Kenntnis der Genese dieser Figur erlaubt schließlich ein besseres Verständnis der verschiedenen Definitionen des Disegno, die sich in Zuccaris später entstandenen Schriften finden.

Eine Kooperationsveranstaltung von ZI und LMU im Rahmen der Ausstellung "Punkt, Punkt, Komma, Strich. Zeichenbücher in Europa | ca. 1525-1925"


Prof. Dr. Julian Kliemann
Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Ägyptologie und italienischen Literatur in Berlin und Heidelberg. 1974 Promotion mit einer Arbeit über „Politische und humanistische Ideen der Medici in der Villa Poggio a Caiano“. 1974–1976 Stipendiat der DFG, 1976–1980 wissenschaftlicher Assistent an der Bibliotheca Hertziana, Rom. Von 1980 bis 1987 Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Angestellter an den Universitäten München und Münster. Von 1987 bis Research Librarian and Academic Program Adviser, von 1992 bis 2003 Research Associate an der Villa I Tatti, The Harvard University Center for Italian Renaissance Studies, Florenz. Seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Senior Scholar) an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom. 1994 Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten in Heidelberg, 2002 Umhabilitierung und Ernennung zum Privatdozenten an der Universität Münster, 2003 Ernennung zum apl. Professor. Publikationen zu Vasari, zur profanen Wandmalerei des 16. Jhs. in Italien, zu Cecco del Caravaggio, David Bailly, Domenichino, Zuccari u.a.

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