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Online-Festvortrag Wolfgang-Ratjen-Preis 2021 // Johannes Grave: Darstellung des Absoluten? Théophile Bra und seine Erkundungen an den Grenzen von Zeichnung und Schrift

Termindetails

Wann

21.04.2021
von 18:30 bis 19:30

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Während Théophile Bra seinen Zeitgenossen vor allem als Bildhauer bekannt war, hat zuletzt der zeichnerische und schriftliche Nachlass des Künstlers verstärkt Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bras zahllose Blätter umfassendes ‚Archiv‘ schriftlicher und zeichnerischer Notate widersetzt sich allen erdenklichen Konventionen. In seiner außergewöhnlichen Symbiose von Zeichnung und Schrift artikuliert sich jedoch ein hoher Anspruch, der um Begriffe wie "Gott", das "Absolute" oder eine "vollkommene Einheit" kreist. Der Vortrag nimmt das Zusammenspiel von Zeichnung und Schrift bei Bra in den Blick und versucht der Spur möglicher Anregungen zu folgen, die für Bra leitend gewesen sein könnten.



Johannes Grave ist Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zuvor lehrte er an der Universität Bielefeld; von 2009 bis 2012 war er stellvertretender Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris. Für seine Arbeiten - u.a. Bücher über Giovanni Bellini, Architekturdarstellungen in der Malerei des Quattrocento, Caspar David Friedrich und Goethe - wurde er 2020 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.
[Abbildungsnachweis: Théophile Bra, Ohne Titel [tout émane du sein de l‘absolu …], Feder in Braun, 31,8 x 20,5 cm, Douai, Bibliothèque municipale]