The Hugo Helbing Lecture 2026 // Michael Hutter: Glanz und Elend der Kunstgütermärkte
Termindetails
Wann
von 17:15 bis 19:30
Wo
Mit einer Einführung:
17:15 Uhr
Helbing3 oder Helbing4? Die Helbing-Forschung, die Helbing AG, das Erinnerungszeichen für Hugo Helbing (23.4.2026) und 10 Jahre Helbing Lecture
| In Kooperation mit Public History München, dem Helbing Art Research Project und dem Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern.
Dominik Brabant, Zentralinstitut für Kunstgeschichte // Begrüßung
- Meike Hopp, Universität zu Köln/Deutschen Zentrum Kulturgutverluste // Rückblick auf die Helbing-Forschung am ZI
- Theresa Sepp, Bayerische Staatsgemäldesammlungen/Staatliche Museumsagentur Bayern // Die Helbing AG des Forschungsverbunds Provenienzforschung Bayern
- Lisa Kern, Lenbachhaus // Die Helbing AG aus Sicht der Museen
- Anja Matsuda, Helbing Art Research Project // Das Helbing Art Research Project (2022-2026)
- Cosima Dollansky, Zentralinstitut für Kunstgeschichte // Erschließung der Handexemplare und Protokollkataloge der Galerie Hugo Helbing
- Rebecca Friedman, Holocaust Claims Processing Office, New York// Helbing and the Holocaust Claims Processing Office, New York
Maximilian Strnad, Kulturreferat der Landeshauptstadt München // Zum Erinnerungszeichen Hugo Helbing am 23.4.2026 - Schülerinnen des St. Anna Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Frau Vogeltanz // Recherchen zu Hugo Helbing
- Johannes Nathan // 10 Jahre Helbing Lecture am ZI
18:15 Uhr
The Hugo Helbing Lecture 2026 // Michael Hutter: Glanz und Elend der Kunstgütermärkte
In der spätmodernen Gesellschaft hat sich neben der Logik des Allgemeinen, der die industrielle Produktion folgt, die Logik des Singulären durchgesetzt. Dieser Logik folgen vor allem die Hervorbringungen der Kunstwelt: Konzerte, Romane, Theateraufführungen, Museumsbauten, Bildwerke, Filme und viele Mischformen. Alle diese Kunstobjekte und -ereignisse werden auf spezialisierten Märkten gehandelt. Aber gelten dort, wo sie verkauft werden, die Gesetzmäßigkeiten der allgemeinen Industrieproduktion? Sind die extremen Diskrepanzen zwischen den Gewinnen von Bestsellern und Blockbustern und den Einkommen der meisten, die künstlerische Produkte anbieten, unvermeidlich? Um darauf eine Antwort zu finden, müssen auch die Beweggründe derjenigen, die Kunstgüter kaufen, in die Betrachtung einbezogen werden.
Der Kunsthandel, also der Handel mit materiellen Bildwerken, ist historischer Bezugspunkt der Hugo Helbing Lecture. Am Beispiel des Marktes für Bildwerke der Moderne, auf dem Gustav Klimts „Portrait der Elisabeth Lederer“ kürzlich den Auktionsrekord brach, wird der Frage nach den Ursachen und den Auswirkungen der Ungleichheit nachgegangen.
Michael Hutter ist Professor Emeritus der TU Berlin und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), an dem er die Abteilung „Kulturelle Quellen von Neuheit“ leitete. Der Ökonom und Soziologe veröffentlichte u. a. 2006 eine „Neue Medienökonomik“, 2016 „Geschichten vom Aufstieg des ästhetischen Kapitalismus“ und 2025 eine Analyse des documenta-fifteen-Skandals.
Die Hugo Helbing Lecture zur Erforschung des Kunstmarkts erinnert einmal im Jahr an das Wirken Hugo Helbings. Sie fand erstmals 2016 anlässlich der Schenkung von annotierten Auktionskatalogen aus seiner Firma an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte statt.
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TEILNAHME: Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Veranstaltung wird parallel via Zoom übertragen. Dem Zoom-Meeting können Sie unter folgendem Link beitreten: https://us02web.zoom.us/meeting/register/PV02x2HjT7uoK6bmJCr6EA. Das Mitschneiden der Veranstaltung oder von Teilen der Veranstaltung sowie Screenshots sind nicht gestattet. Mit der Teilnahme akzeptieren Sie diese Nutzungsbedingung.
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[Abbildung: Gustav Klimt, Bildnis der Elisabeth Lederer, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gustav_Klimt_Bildnis_der_Elisabeth_Lederer.jpg, als gemeinfrei gekennzeichnet]