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Vortrag // Helmut Draxler: Das Ende der linken Kunstgeschichte?

Termindetails

Wann

01.07.2026
von 18:15 bis 20:00

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Vortragssaal 242, II. OG + online

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Linke Kunstgeschichte war lange Zeit davon inspiriert, eine materielle und soziale Lesart von Kunstwerken und historischen Ereignissen zu erarbeiten. Dies schien die Gewähr dafür zu bieten, nicht in idealistischen und ideologischen Verhängnissen gefangen zu bleiben und einen realistischen Weg in eine lichte, versöhnte Zukunft zu bahnen. Heute stellt sich die Frage, wie eine solche Zukunft und der fortschreitende Weg dorthin überhaupt gedacht werden können, und welche Rolle der Kunstgeschichte hierbei zukäme. Muss also weiterhin der, in der geschichtsphilosophischen Einheit ihrer Gegenstände begründete Mythos der Kunstgeschichte zu Ende gebracht werden, um einen linken, emanzipatorischen Sinn zur Erscheinung zu bringen, oder geht es nicht vielmehr um den Mythos des Zu-Ende-bringens und mithin um die Frage, wie sich im Rahmen einer dezidiert linken Kunstgeschichte die rhetorische Figur eines Endes: des Endes der Kunst, des Endes der Geschichte, des Endes der Kunstgeschichte und noch ihres eigenen Endes verstehen ließe?

 Allegorie der die Auferstehung bewirkenden Fama, Abb. aus: Vasari, Giorgio: Delle vite de’ piv eccellenti Pittori, Scultori, et Architettori, Scritte da M. Giorgio Vasari, Pittore et Architettore Aretino, Florenz 1568, Bd. 3, unpaginiert, München, ZI: CA 254/505 (3.1-2 R

Helmut Draxler ist Kunsthistoriker, Kulturtheoretiker und Kurator. Er arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Politik, Philosophie und Psychoanalyse. Von 1992-1995 war er Direktor des Kunstvereins in München, von 1999-2012 Professor für Ästhetische Theorie an der Merz Akademie. Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien in Stuttgart, von 2013-2014 Professor für Kunsttheorie und Kunstvermittlung an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, und von 2014 bis zu seiner Pensionierung 2023 Professor für Kunsttheorie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Zuletzt sind von ihm die beiden Monografien Was tun? Was lassen? Politik als symbolische Form (Freising: tentare 2024) und Die Wahrheit der Niederländischen Malerei. Eine Archäologie der Gegenwartskunst (Paderborn: Fink/Brill 2021) erschienen.

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TEILNAHME: Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Veranstaltung wird parallel via Zoom übertragen. Dem Zoom-Meeting können Sie unter folgendem Link beitreten: [Wird bekannt gegeben]
. Das Mitschneiden der Veranstaltung oder von Teilen der Veranstaltung sowie Screenshots sind nicht gestattet. Mit der Teilnahme akzeptieren Sie diese Nutzungsbedingung. 

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[Abbildung: Allegorie der die Auferstehung bewirkenden Fama, Abb. aus: Vasari, Giorgio: Delle vite de’ piv eccellenti Pittori, Scultori, et Architettori, Scritte da M. Giorgio Vasari, Pittore et Architettore Aretino, Florenz 1568, Bd. 3, unpaginiert, München, ZI: CA 254/505 (3.1-2 R]