Die sogenannte Schleißheimer Versteigerung

Im Jahr 1852 wurden aus den Depots der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (damals: Kgl. Centralgemäldegallerie) in Schleißheim, Augsburg und Nürnberg über 1000 Gemälde mit Genehmigung des Königshauses öffentlich versteigert. Mit dem Erlös finanzierte man neuzeitliche Ergänzungen zur Wittelsbacher Ahnengalerie. Noch heute tauchen auf dem Kunstmarkt immer wieder Gemälde auf, die Inventarzettel der Zeit auf der Rückseite tragen. Unter den vermeintlich entbehrlichen Gemälden befanden sich leider auch Perlen wie Dürers „Hl. Anna Selbdritt“ (heute in New York, Metropolitan Museum of Art) und Grünewalds „Maria-Schnee-Wunder“ (heute in Freiburg, Augustinermuseum).

Das Projekt von Gisela Goldberg, vormalige Referentin für altdeutsche Malerei und verantwortlich für die Inventare, behandelt die Vorgeschichte und Umstände der Versteigerung, die, anders als die populäre Bezeichnung es will, tatsächlich an drei Orten stattfand: in München, Augsburg und Nürnberg.

Versteigerungsverzeichnis der Kgl. Centralgemäldegallerie München. Auktion München 1852

Versteigerungsverzeichnis der Kgl. Centralgemäldegallerie München. Auktion Augsburg 1852

Versteigerungsverzeichnis der Kgl. Centralgemäldegallerie München. Auktion Nürnberg 1852


Die Projektergebnisse liegen in gedruckter Form vor:

Gisela Goldberg: Versteigerung von Gemälden durch die Königliche Centralgemäldegalleriedirektion München im Jahr 1852
In: Oberbayerisches Archiv 137 (2013), S. 232-273

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  • Dr. Gisela Goldberg
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