Festvortrag Willibald-Sauerländer-Preis 2020 // Hans-Christian Hönes: Kunstgeographie und Klimawandel im 19. Jh.

Termindetails

Wann

13.05.2020
von 18:15 bis 19:30

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Auguste Bachelin, Village lacustre de l'âge du bronze (Schweizerisches Nationalmuseum), 1867 [www.diepfahlbauer.ch].
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der historische Klimawandel zunehmend Gewissheit. Insbesondere Funde auf dem Gebiet der prähistorischen Archäologie belegten, dass die Menschen weltweit einst unter klimatischen Bedingungen lebten – und Kunst produzierten –, die mit den derzeitigen Zuständen kaum zu vergleichen sind. Eine solche Veränderlichkeit des Klimas bedeutete signifikante Herausforderungen für die dominanten kunstgeographischen Modelle, die vornehmlich Johann Joachim Winckelmanns klimatologischem Determinismus verpflichtet waren. Der Vortrag unternimmt es anhand von drei archäologischen Funden (aus Schottland, Libyen und der Schweiz), die historiographischen Konsequenzen dieser Debatten für die Kunstgeographie des 19. Jahrhunderts zu kartographieren.

Dr. Hans-Christian Hönes
Hans Christian Hönes ist Lecturer am Courtauld Institute of Art. Nach der Promotion in München (2013) war er zunächst u.a. am Warburg Institute und University College London tätig. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen die Wissenschaftsgeschichte der Kunstgeschichte und die Kunst um 1800