Vortrag // Vera-Simone Schulz: Islamische Artefakte auf Wanderschaft

Termindetails

Wann

22.01.2020
von 18:15 bis 19:30

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, München, Vortragssaal 242, II. OG

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Künstlerische Dynamiken zwischen dem östlichen Mittelmeerraum, Italien und Westafrika südlich der Sahara, 1300-1600

Syrien oder Ägypten, Tauschiertes Metalltablett, 1330-1360 © Victoria and Albert Museum, London
Syrien oder Ägypten, Tauschiertes Metalltablett, 1330-1360 © Victoria and Albert Museum, London

 

Syrien oder Ägypten, Tauschiertes Metalltablett, 1330-1360,

© Victoria and Albert Museum, London


Künstlerische Dimensionen vormoderner Mobilität und Konnektivität stehen seit längerem im Fokus der Kunstgeschichte. Der Vortrag schließt an diese Diskussionen an, nimmt Migrationen von Dingen sowie künstlerische Austauschbeziehungen zwischen dem östlichen Mittelmeerraum, der Apennin-Halbinsel und Regionen im sub-saharischen Afrika vor 1600 in den Blick und bewegt sich damit selbst an der Schnittstelle kunsthistorischer Sub-Disziplinen zur islamischen Welt, Europa und dem afrikanischen Kontinent. Fallstudienhaft stehen dabei jeweils künstlerische Auseinandersetzungen mit Importwaren, medien- und materialübergreifende Dynamiken sowie künstlerische Transferprozesse im Zentrum des Vortrags, der neben Artefakten (hinsichtlich ihrer Oberflächengestaltung, Materialität und Machart) auch Bild-Ding-Relationen sowie deren Verschränkungen und Friktionen beleuchtet und so unterstreicht, welche Potentiale eine Auseinandersetzung mit diesen Ansätzen für eine transkulturell operierende Kunstgeschichte birgt.

 

Vera-Simone Schulz, deren Forschungen u.a. vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bard Graduate Center in New York gefördert wurden, ist Research Associate in der Direktion von Gerhard Wolf am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut.