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Vortrag // Felix Thürlemann: „Weltanschauung“: ein Begriff, bei dem sich zwei gegensätzliche, gleichermaßen überforderte Deutungsmodelle, Stilgeschichte und Ikonologie, einst getroffen haben

Termindetails

Wann

13.07.2022
von 18:30 bis 19:00

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, München, Vortragssaal 242, II. OG

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Der Begriff 'Weltanschauung‘ hatte in der Zwischenkriegszeit Konjunktur. Er erscheint fünfmal im Gründungstext der ikonographisch-ikonologischen Methode, Panofskys „Zum Problem der Beschreibung und Inhaltsdeutung von Werken der bildenden Kunst“ (1932). So heißt es, die allgemeine Geistesgeschichte belehre uns, wie sich „im Wandel der historischen Entwicklung die Bedeutungssinne (…) mit bestimmten weltanschaulichen Gehalten erfüllen.“ Am Beispiel von Wölfflins Stilgeschichte und Panofskys Ikonologie wird gezeigt, wie der Begriff ‚Weltanschauung‘ selbst mit „bestimmten weltanschaulichen Gehalten“ er- oder gefüllt wurde.

Felix Thürlemann war von 1987 bis 2014 Professor für Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Konstanz. Forschungsschwerpunkte: Visuelle Semiotik als Bedeutungsanalyse der bildenden Kunst, frühniederländische Malerei, Theorie und Geschichte des „hyperimage“. Buchpublikationen u.a. zur Malerei der Moderne (Paul Klee, Wassily Kandinsky), zur barocken Architektur (Francesco Borromini), zur frühniederländischen Malerei (Robert Campin und Rogier van der Weyden) sowie zur Geschichte der Fotografie.

[Abbildung:  Albrecht Dürer, „Großer Triumphwagen“, Ausschnitt]

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Der Vortrag ist Teil der vierteiligen Vortragsreihe „Formfragen: Stil und Inhalt in der deutschen Kunstwissenschaft"