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Vortrag // Stephanie Marchal: 'The Necessity of Formalism.' Die Reduktion von Weltfremdheit in Clement Greenbergs Texten zur Kunst

Termindetails

Wann

05.10.2022
von 18:45 bis 19:15

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, München, Vortragssaal 242, II. OG

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Ab den 1960er Jahren wurden formalistische Positionen intensiver Methodenkritik unterzogen. Clement Greenbergs Kunstkritik wurde, zumal in den USA, gegenüber einer social history of art abgewertet. Greenbergs Formalismus geriet unter Generalverdacht, der sich hartnäckig hält. Den aus dem Kreis der Zeitschrift October und seitens feministischer Kritik an ihn herangetragenen widersprüchlichen Vorwürfen – etwa dogmatisch, ahistorisch, apolitisch und ein Kunst-Ideologe im Kalten Krieg zu sein – wird der Vortrag in allen Punkten widersprechen. Ich werde auf die Spezifika und produktiven Potentiale seiner formalistischen Kunstkritik aufmerksam machen.

Albrecht Dürer, „Großer Triumphwagen“, Ausschnitt

Stephanie Marchal (*1980) ist Professorin mit einem Schwerpunkt in der Kunstkritik und den Bildkünsten der Moderne am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Sie studierte Kunstgeschichte und Romanistik in Heidelberg, Siena und Neapel. 2010 wurde sie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit einer Arbeit zu den Selbstdarstellungen Gustave Courbets promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Skulptur, Malerei, Sozialgeschichte der Kunst und ihrer Institutionen sowie der Kunsthistoriographie.

[Abbildung:  Albrecht Dürer, „Großer Triumphwagen“, Ausschnitt]

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Der Vortrag ist Teil der vierteiligen Vortragsreihe „Formfragen: Stil und Inhalt in der deutschen Kunstwissenschaft"