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Tagung // Silber 1000−2000. Produktion, Distribution und Semantik in Europa

Termindetails

Wann

15.11.2024 um 13:00 bis
16.11.2024 um 15:30

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, München, Vortragssaal 242, II. OG

Termin übernehmen

In der internationalen Tagung werden die semantischen, wirtschaftlichen und technischen Dimensionen von künstlerisch verarbeitetem Silber auf einer breiten Basis von Primär- und Sekundärquellen diskutiert. Ziel ist es, zu hinterfragen, wie Silber in historischen Gesellschaften interpretiert wurde, welche Bedeutung dies hatte und noch immer für die heutige Zeit hat. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kunstgeschichte, Sozialgeschichte und Philologie werden dabei neue Perspektiven auf Produktion, Handel und die Bedeutung von Silberobjekten als Teil unserer materiellen Kultur über verschiedene Zeiträume eröffnen.

PROGRAMM

Freitag, 15.11.2024

13:00 Uhr Esther Wipfler: Begrüßung und Einführung

PANEL I: QUELLEN ZUR SILBERSCHMIEDEKUNST

Moderation: Esther Wipfler, München

13:15 – 13:50 Uhr | Tino Licht, Heidelberg // Thesaurus argenteus. Silber in den mittelalterlichen Schatzverzeichnissen
13:50–14:25 Uhr | Ursula Timann, Nürnberg // Die Silberzettel als Dokumente
14:25–15:00 Uhr | Annette Schommers, München // Was man in Augsburg macht, das muss die Probe halten – Quellen zur Augsburger Gold- und Silberschmiedekunst zwischen 1529 und 1868

- Pause -

15:30–16:10 Uhr | Christian Hörack, Zürich // Bossard, Rehfues, Sauter. Werkstattnachlässe von Schweizer Goldschmieden des 19. Jahrhunderts.

 

PANEL II: PRODUKTION

Moderation: Christian Fuhrmeister, München

16:10–16:50 Uhr | Hanna Lehner, München // Philipp Eduard Fuggers Exemplar des Schwazer Bergbuchs
16:50–17:30 Uhr | Georg Neuhauser, Innsbruck // Ein sozialhistorischer Streifzug durch die Unterinntaler Montanregion Schwaz (Nordtirol) zur Mitte des 16. Jahrhunderts
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17:30–17:45 Uhr | Vergabe des Internationalen Förderpreises des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Angewandten Kunst an Dr. Justine Lécuyer, Paris, für ihre Dissertation The upholsterer-decorator from 1848 to 1914: Continuity and changes of a profession at the heart of the French furniture industry und Anna Ilaria Weiß, M.A., Dresden, für ihre Masterarbeit Status und Raum. Dynastische Bezüge in der Ausstattung der Appartements Wilhelmine von Bayreuths im Neuen Schloss und im Alten Schloss der Eremitage in Bayreuth
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17:45–18:30 Uhr | Heather McCune-Bruhn, State College, Pennsylvania: Monstrances for Every Budget: Standardized and Customizable Tower Monstrances in Fifteenth Century Cologne

 

Samstag 16.11.2024

9:00–9:40 Uhr | Melitta Jonas, Berlin // Johann George Hossauer (1794-1874), Goldschmied Sr. Majestät des Königs und seine „Fabrik für Waren aus Platina, Gold, Silber, Bronze, gold- und silberplattiertem Kupfer nach englischer Art“
9:40 – 10:30 Uhr | Max Tillmann, Schwäbisch-Gmünd: Die Ott-Pausersche Fabrik – Chronik eines Musterbetriebs, Denkmals und Silberwarenmuseums

- Pause -

PANEL III: FUNKTION UND BEDEUTUNG

Moderation: Christine Tauber, München

10:45 – 11:20 Uhr | Esther Wipfler, München // Die Greifenklaue: Vom Mythos zum Ehrenpokal
11:20 – 11:50 Uhr | Ulrike Weinhold und Theresa Witting, Dresden: Ausgewählte Goldschmiedearbeiten des Grünen Gewölbes und ihre Funktion am sächsischen Hof

- Pause -

13:00 – 13:40 Uhr | Martin Hirsch, München: Silber oder Gold? Abstufungen päpstlicher Medaillengeschenke im Rom des 17. Jahrhunderts
13:40 – 14:20 Uhr | Birgit Schübel, Nürnberg: Jüdisches Kultgerät made in Nürnberg
14:20 – 14:55 Uhr | Matthias Weniger, München // Silber zwischen privatem, religiösem und Sammlergebrauch – Objekte aus jüdischem Besitz und ihr Schicksal von der Zwangsabgabe 1939 bis zur Rückgabe an die Familien

15:00 Uhr | Abschlussdiskussion: Perspektiven für die Forschung

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TEILNAHME: Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Raumkapazitäten begrenzt sind, wird um eine Anmeldung per E-Mail gebeten: Silber2000@zikg.eu
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[Abbildung: Peter Jacob Horemans, Bildnis des Silberdieners Joseph Hölzl, München 1772, München Residenz, Inv. ResMü.L-G0015, Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Inv.Nr. 2995 (2378). Quelle: https://schloesserblog.bayern.de/residenz-muenchen/polieren-und-auf-lange-finger-klopfen-der-silberdiener-joseph-holzl/attachment/de002900]