Ausstellungseröffnung // „Mein Eigen, mein Schatz“ – Kunst in illustrierten Sammlungskatalogen seit 1500
Termindetails
Wann
von 18:15 bis 20:00
Art
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Mit dem Aufkommen der ersten illustrierten Sammlungskataloge veränderte sich die Welt des Kunstsammelns grundlegend. Was zunächst vor allem dem Prestige der Sammlerinnen und Sammler diente, wurde schnell zu einem entscheidenden Medium der Wissensvermittlung: Sammlungskataloge machten Kunstwerke in ganz Europa bekannt, förderten ihre Erforschung und ästhetische Bewertung und trugen dazu bei, welche Werke schließlich als kanonisch galten. Nicht zuletzt beeinflussten die Kataloge den Kunstmarkt.
Die Ausstellung im ZI zeichnet erstmals über alle Kunstgattungen hinweg die Entstehung und Entwicklung dieser heute selbstverständlichen Publikationsform nach und spannt den Bogen von den frühen kirchlichen Heiltumsbüchern bis zum digitalen Katalog der Gegenwart.
Für die Geschichte des Kunstsammelns eröffnet die Ausstellung mehrere neue Perspektiven: Die ersten Kataloge entstanden aus einer intensiven Konkurrenz fürstlicher und bürgerlicher Sammlungen. Zugleich wird die bislang wenig beachtete Rolle von Sammlerinnen und Druckgrafikerinnen für diese Publikationen deutlich.
Präsentiert werden originale Grafiken und Bücher des 16. bis 19. Jahrhunderts vor allem aus der Bibliothek des ZI sowie Fotografien des 19. Jahrhunderts aus der Photothek des ZI. Unter den großformatigen Katalogen finden sich Spitzenstücke, die in eindrücklicher Weise zeigen, wie neue drucktechnische Verfahren wie der Farbdruck oder faksimilegetreue Reproduktionen die Abbildungsqualität deutlich verbesserten.
Die Ausstellung zeigt: Sammlungskataloge waren weit mehr als bloße Verzeichnisse. Sie wurden zu einem zentralen Instrument, mit dem Kunst gesammelt, bewertet, erforscht, verbreitet und letztlich Geschichte geschrieben wurde.
AUSSTELLUNGSTEAM | Anna Carrarini, M.A., Dr. Matilde Cartolari, Barbara Falterer, M.A., Lavinia Otters, M.A. und Prof. Dr. Ulrich Pfisterer (Konzeption)
ERÖFFNUNG
Mit einer Einführung von Ulrich Pfisterer (>>) sowie wissenschaftlichen Impulsen von:
Astrid Bähr, Berlin // Ein Blick ins Galeriewerk
Antoinette Friedenthal, Potsdam // Bilderarm, bilderreich: Ökonomien des Werkverzeichnisses
Thomas Ketelsen, Dresden // Goethes Zeichnungssammlung und ihr Katalog: zwischen „factischer“ und imaginierter Ordnung+

PUBLIKATION:
Grundlage der Ausstellung ist eine umfangreiche Publikation, die am 11. November 2026 im Open Access über die UB Heidelberg erhältlich sein wird: Anna Carrarini und Ulrich Pfisterer (Hg.): „Mein Eigen, mein Schatz. Kunst in illustrierten Sammlungskatalogen 1487–1800“, München/Heidelberg: arthistoricum.net 2026.
AUSSTELLUNG
LAUFZEIT: 12. November 2026 bis 12. März 2027
BESUCH: Die Ausstellung ist im Lichthof Nord im 1. OG des Zentralinstituts für Kunstgeschichte zu sehen. Sie ist Montag bis Freitag von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet; an Wochenenden und Feiertagen bleibt sie geschlossen. Der Eintritt ist frei. Der Zugang zum Haus ist eingeschränkt barrierefrei. Bei Fragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte an das ZI unter info@zikg.eu oder an die Pforte unter Tel. +49 89 289-27500.
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TEILNAHME: Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird parallel via Zoom übertragen. Dem Zoom-Meeting können Sie unter folgendem Link beitreten: https://us02web.zoom.us/meeting/register/Jnilhrs8TvWoF0jZuWcS9w#/registration. Das Mitschneiden der Veranstaltung oder von Teilen der Veranstaltung sowie Screenshots sind nicht gestattet. Mit der Teilnahme akzeptieren Sie diese Nutzungsbedingung.