Workshop // Sophie Godzik: Zwischen Waben und Werken. Eine Untersuchung künstlerischer Auseinandersetzungen mit Bienen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
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von 12:00 bis 13:00
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Wie lässt sich das Verhältnis von Tier und Mensch in künstlerischen Praktiken neu denken? Dieser Frage wird anhand von Kunstwerken nachgegangen, welche die Biene in den Mittelpunkt rücken – nicht rein als Motiv, sondern als materialgebende, lebendige oder koproduzierende Akteurin.
In diesem Workshop sollen zentrale Strukturierungsansätze des Promotionsvorhabens „Zwischen Waben und Werken. Eine Untersuchung künstlerischer Auseinandersetzungen mit Bienen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ vorgestellt werden. Ausgangspunkt ist die Beobachtung eines grundlegenden Wandels seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der künstlerischen Produktion mit Bienen, die zunehmend als komplexe Diskursfigur zwischen Ökologie, Gesellschaft und Kultur verhandelt wird. Dabei werden unterschiedliche künstlerische Zugriffe berücksichtigt: Arbeiten mit Bienenmaterialien sowie Werke, die in Kollaboration mit Bienen entstehen, ebenso wie Formate, die mit lebenden Bienenvölkern operieren.
Anhand ausgewählter Beispiele, wie etwa der bienenwaben-wachscollage (strukturalistisches naturkunst-objekt als ergebnis einer gemeinschaftsproduktion mit tieren) von Timm Ulrichs von 1963/72, werden erste methodische Zugänge erprobt. Im Fokus stehen Fragen nach Materialität, Autor:innenschaft sowie nach einer animal-artistic-agency. Daran anknüpfend wird untersucht, wie die Biene durch den Spiegel der Kunst wahrgenommen werden kann und inwiefern künstlerische Praktiken einen Raum für Formen gleichberechtigter, speziesübergreifender Produktion eröffnen können.
[Abbildung: © Sophie Godzik, Aufnahme eigener Honigbienen, April 2026]