Workshop // Lilia Gaivan: Maestri Comacini vs. Vincenzo Scamozzi. Transfer und Transformation im Salzburger Städtebau um 1600
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von 12:00 bis 13:00
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Während seiner Regierungszeit von 24 Jahren prägte Wolf Dietrich von Raitenau (reg. 1587–1611) wie kein anderer das Erscheinungsbild der Stadt Salzburg. Mit seiner Regentschaft setzte ein kultureller Wandel ein, der die Stadt an der Salzach sukzessive zu einer repräsentativen Residenz des Frühbarocks transformierte. Ein zentraler Aspekt des Vortrags liegt auf der Untersuchung der städtebaulichen Entwicklung und dem damit verbundenen Transfer architektonischer Konzepte. Dabei wird Salzburg nicht als isoliertes Phänomen betrachtet, sondern in ein Netzwerk bedeutender Residenzstädte eingebettet. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei der Rolle von Graz als mögliches Vorbild – insbesondere für die Bauzeit vor 1604. Anhand innovativer urbaner Konzepte, funktionaler Raumstrukturen und neuartiger stilistischer Motive wird ein experimentelles Suchen nach baulichen Lösungen sichtbar, das sich in häufigen Planänderungen und einer hohen Dynamik im Baugeschehen niederschlug.

[Abbilung: Stadtansicht von Salzburgs um 1597 (Ausschnitt).
Dominicus Custos, Wolfgang Dietrich, Erzbischof von Salzburg, Kupferstich, 1597, Inv.-Nr. HAUM 3501]