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Tapisserie, Textur, Text Wechselwirkungen zwischen Literatur, allegorischem Denken und europäischer Bildwirkerei vom 14. bis zum 16. Jahrhundert

Allegorische Tapisserien begegnen vom 14. bis 16. Jahrhunderts ausnehmend häufig:
zahlreiche großformatige Bildwirkereien kombinieren Personifikationen und Beischriften in einer Art, die in anderen Medien der Zeit nicht vorzufinden ist. Diese Art, Themen und Inhalte zu vermitteln, erscheint aus heutigem Blickwinkel weder verständlich noch ist das Mediengefüge wirksam, in dem diese Bildwirkereien einst wahrgenommen werden konnten.

Die kondensierten, gedrängten Kompositionen appellierten an ein umfassendes Archiv von Erzählungen, das oft nur einem kleinen Adressatenkreis zugänglich war. Das Projekt möchte in einem medienübergreifenden Ansatz textile Bildallegorien und literarische Bearbeitungen von Tapisserien zusammenführen und nach zeitgenössischen Praktiken wie Möglichkeiten der Verortung fragen. Das Vorhaben  soll aufzeigen, wie diese kostbar-exklusiven, in Europa zirkulierenden Bildwerke historisch eingeordnet werden konnten, in welcher Form Tapisserien und Texte, Erzählung und Allegorie ineinandergreifen. Die oft lebensgroßen Figuren entfalten ihre Wirksamkeit einerseits durch drastische, das Bildpublikum direkt adressierende Darstellungsweisen. In den Tapisserien sind andererseits gleich mehrere mediale Ausdrucksformen miteinander verwoben, die bisherige Sichtweisen des Faches vor allem bei Analyse von Tapisserien grundlegend in Frage stellen.

 

Förderzeitraum / Projektdauer

20262028

Förderer

Fritz Thyssen Stiftung

 

Team