(Un)Mapping Infrastructures. Transnational Perspectives in Modern and Contemporary Art

(Un)Mapping Infrastructures. Transnational Perspectives in Modern and Contemporary Art

Projektbeschreibung

Im Zentrum des Forschungsprojekts stehen die Infrastrukturen moderner und zeitgenössischer Kunst aus einer transnationalen Perspektive. Infrastruktur (lat. infra und structura) bezieht sich in seiner ursprünglichen Bedeutung sowohl auf die Urbarmachung eines Unterbaus und Trägerbodens als auch auf statische Einrichtungen, die wie Knotenpunkte wichtige, versorgungs-garantierende Verbindungslinien ermöglichen. Übertragen auf die Künste sind das Institutionen, wie Museen, Ausstellungshäuser, Biennalen, Privatsammlungen, Produktionsstätten (Atelier, Werkstatt, Labor, Akademie, Kunstschule), Universitäten, aber auch Förderinstitutionen, Publikations-organe und andere (akademische) Instanzen, die zu den jeweiligen Diskursen, Netzwerken und dem Öffentlichmachen von Kunst maßgeblich beitragen. 

Ziel des Projekts ist es, aus einer transnationalen, nicht eurozentrischen Perspektive heraus bestehende Strukturen seit der Moderne bis in die Gegenwart kritisch zu hinterfragen und alternative Infrastrukturen in den Blick zu nehmen. Gefragt wird explizit nach den blinden Flecken der bisherigen Kunstgeschichtsschreibung, nach Multiperspektivität und Verflechtungsgeschichten jenseits des dominierenden Kanons und vorherrschender Narrative. Infrastrukturelle Ordnungen und Räume sowie einzelne Akteure, Institutionen und Ereignisse sollen am Beispiel von einzelnen Fallstudien untersucht werden, um zu verdeutlichen, wie technische, politische und ökonomische Bedingungen das kulturelle Feld prägten. In einzelnen Workshops (2020-2021) sollen Bedingungen des Produzierens, Transportierens, Sammelns, Ausstellens/Zeigens, Förderns, Publizierens/Kritisierens und des Verweigerns/Appropriierens als horizontale Kunstgeschichte (Piotrowski) diskutiert werden. Eine zweibändige Publikation ist geplant. Die Kerngruppe des Forschernetzwerks vereint Mitglieder aus den Niederlanden, Deutschland, Polen und der Schweiz und begrüßt ganz besonders Beiträge für die Workshops und Publikation von Forschern außerhalb des west-europäischen und nordamerikanischen Raums.  

 

Projektdauer

2019-2021

Beteiligte Institutionen

Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, Ludwig-Maximilians-Universität München, Universiteit van Amsterdam, Universität Zürich, Uniwersytet Artystyczny w Poznań


Ansprechpartner

Prof. Dr. Burcu Dogramaci/Ludwig-Maximilians-Universität München

Dr. Rachel Esner/Universiteit van Amsterdam

Prof. Dr. Bärbel Küster/Universität Zürich

Dr. Gregor M. Langfeld/Universiteit van Amsterdam

Prof. Dr. Christa-Maria Lerm-Hayes/Universiteit van Amsterdam

Prof. Dr. Marta Smolińska/Uniwersytet Artystyczny w Poznań

Dr. Ursula Ströbele/Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

Projektmitarbeiter ZI