Bubryák: Hans Steiningers Kunstsammlung in Augsburg

Hans Steininger (1552–1634), reicher Kaufmann in Augsburg trug im frühen 17. Jahrhundert eine oft bewunderte, aber nie detailliert geschilderte Kunstkammer zusammen. Schriftliche Quellen berichten davon, dass sein Sohn, Jeremias Steininger (1591–1657) nach dem Tode des Vaters die Kunstsammlung in mehreren Etappen verkaufte. Unter den Interessenten finden wir das kaiserliche Haus in Wien, Maximilian I. Kurfürst von Bayern, Christina, Königin von Schweden, Kardinal Jules Mazarin und Kardinal Leopoldo de’ Medici. Bei einer früheren Archivforschung habe ich auf das Verzeichnis der Kunstsammlung Steininger gestoßen, das zwar nach dem Tode des Eigentümers verfasst wurde, aber die Sammlung scheint noch sowieso intakt gewesen zu sein. In der Liste wurden 66 Kunstwerke (Gemälde und Skulpturen) aufgezeichnet, mit Schätzpreisen und ungefähren Größenangaben, die bei der Identifizierung von Bildern eine große Hilfe leisten können. Im Forschungsprojekt wird versucht, Steiningers Sammlung zu rekonstruieren, und wenn möglich, die frühere Provenienz der Bilder zu klären.

Projektmitarbeiter ZI