Kirschey: Fotografie des Terrors Eine Studie über die politische Ikonographie und die Wirkmacht der Bilder von 9/11

 

Die polarisierende Aussage des Komponisten Karl Heinz Stockhausen, die Terroranschläge des 11. September 2001 seien das größte Kunstwerk, das es jemals gegeben habe[1], setzte eine Diskussion über die Ästhetisierung von Bildern des Terrors in Gang.

Ausgehend von dieser Äußerung behandelt das Dissertationsprojekt den ikonischen Status der Fotografien des Terroranschlags vom 11. September 2001. Die ästhetische Wirkung der Fotografien wird analysiert und im Zuge dessen nach der Rolle dieser Fotografien gefragt, die sie für die Bedeutung und Wirkung des medienwirksamsten politischen Ereignisses der Gegenwart haben. Dabei stellt sich grundlegend die Frage nach Aspekten der Ästhetik und Wahrnehmung der Terrorbilder und ob eine erkennbare Wechselwirkung zwischen symbolischer Kraft und dem Ästhetischen der Ereignisse des 11. September 2001 festzustellen ist.

Ein weiterer Teil der Arbeit widmet sich der Rezeption der Fotografien. Die Ausstellung „unheimlich/vertraut“ in der Fotogalerie c/o Berlin thematisierte im Jahre 2011 die fotografische Dokumentation und künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik des Terrors. Das Ausstellungsprojekt des Haus am Lützowplatz „Der Schock des 11. September und das Geheimnis der Anderen“widmete sich dagegen der Frage, ob zeitgenössische Künstler durch Pressefotografien inspiriert wurden.



[1] Vgl.: Der 11. September und die "Erhabenheit der Katastrophe" – WELT, 08.10.2001, https://www.welt.de/print-welt/article480096/Der-11-September-und-die-Erhabenheit-der-Katastrophe.html

Projektmitarbeiter ZI