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Linda Kirschey: Fotografie des Terrors Eine Studie über die politische Ikonographie und die Wirkmacht der Bilder von 9/11

Dissertationsprojekt
Linda Kirschey: Fotografie des Terrors Eine Studie über die politische Ikonographie und die Wirkmacht der Bilder von 9/11

Die polarisierende Aussage des Komponisten Karl Heinz Stockhausen, die Terroranschläge des 11. September 2001 seien das größte Kunstwerk, das es jemals gegeben habe [1] , setzte eine Diskussion über die Ästhetisierung von Bildern des Terrors in Gang.
Ausgehend von dieser Äußerung behandelt das Dissertationsprojekt den ikonischen Status der Fotografien des Terroranschlags vom 11. September 2001. Die ästhetische Wirkung der Fotografien wird analysiert und im Zuge dessen nach der Rolle dieser Fotografien gefragt, die sie für die Bedeutung und Wirkung des medienwirksamsten politischen Ereignisses der Gegenwart haben.
Die Fotografien der Terroranschläge des 11. September werden kunstgeschichtlich eingeordnet, indem diese als künstlerisches Archiv von 9/11 analysiert werden. Ebenso werden Einzelbilder herangezogen, die eine Referenz zur Kunstgeschichte darstellen. Dazu lassen sich motivische oder inhaltliche Vorbilder der Hochkunst finden oder werden sie Ikonen der Dokumentarfotografie zugeordnet. Anders als die Ikonisierung des Einzelbildes, findet die Aneignung von Archiven nicht in der Presse statt. Diese Archive treten in Büchern, Ausstellungen, Museen oder Bilddatenbanken auf. So soll die Verbindung des dokumentarischen Potenzials der Fotografie mit ihrem künstlerischen Gehalt hergestellt werden.


[1] Vgl.: Der 11. September und die "Erhabenheit der Katastrophe" – WELT, 08.10.2001, https://www.welt.de/print-welt/article480096/Der-11-September-und-die-Erhabenheit-der-Katastrophe.html

Abbildungsnachweis:
In: Kat. Ausst. Thomas Hoepker: Photographien 1955-2005; [anlässlich der Ausstellung Thomas Hoepker, Photographien 1955-2005, Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum, 25. November 2005 bis 28. Mai 2006], München, Schirmer Mosel (Hrsg.), MÜNCHEN, Fotomuseum im Stadtmuseum, 2005. S. 25

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