Vortrag Matthias Noell

Termindetails

Wann

25.11.2009
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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"Matériaux bruts". Gefundenes, Arrangiertes und Collagiertes in der Architektur des 20. Jahrhunderts

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand eine heute meist unbekanntere Variante moderner Architektur, deren unkanonische Formensprache durch die Verwendung roher Materialien geprägt ist. Le Corbusier hatte dies in seinem Buch "Vers une architecture" bereits 1922 - jedoch zunächst nur theoretisch - angekündigt. In der Folge entstand eine Arbeitsweise mit rohen und vorgefundenen Materialien innerhalb einer präzisen Form, deren kontrastives Miteinander sich auch aus der Materialkombinatorik der Collagen und Reliefs im befreundeten Dada- und Surrealisten-Umkreis Anregungen holte. Der Vortrag will dieser architektonischen Entwurfsstrategie der Moderne nachspüren und die verschiedenen Ausprägungen über die Jahrzehnte miteinander in Verbindung setzen.

PD Dr. Matthias Noell
Privatdozent an der ETH Zürich. Zurzeit Forschungsstipendiat der Gerda Henkel Stiftung. Verschiedene Tätigkeiten in den Bereichen Forschung, Lehre und Denkmalpflege. 2003-2009 am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich. Promotion 1997, Habilitation 2009. Publikationen vor allem zur Architekturgeschichte und Architekturtheorie des Mittelalters, des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Geschichte der Architekturhistoriographie und der Denkmalpflege.

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