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Rekonstruktion der privaten Kunstsammlung von Jacques, Emma und Erwin Rosenthal

Ziel des Projekts ist die Klärung von Aufbau, Charakter und Umfang der Privatsammlung der Familie Rosenthal sowie insbesondere die Erforschung ihres Verbleibes nach 1933
Rekonstruktion der privaten Kunstsammlung von Jacques, Emma und Erwin Rosenthal

Das 1895 gegründete Antiquariat „Jacques Rosenthal“ galt als eines der renommiertesten Antiquariate Europas. Im Jahr 1907 entsprach der Umfang des Firmenlagers dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek. Von 1910 bis zum Verkauf des Hauses 1935 hatte der Firmeninhaber Jacques Rosenthal (1850-1937) seinen repräsentativen Wohn- und Geschäftssitz in der Brienner Straße, der „Kunst- und Antiquariatsmeile“ Münchens. Sein Sohn Erwin Rosenthal (1889-1981) erweiterte den geschäftlichen Radius durch weitere Firmengründungen in Berlin (Kunstgalerie von 1921-1925) und in der Schweiz (L’Art Ancien, 1920-1983).
Die Familie besaß eine eigene Kunstsammlung. Von dem privat gedruckten Katalog „Bilder und Globen im Besitz von Jacques Rosenthal“ von 1914 sind derzeit weltweit nur drei Exemplare bekannt: In Familienbesitz, in der Yale University Library und im Philadelphia Museum of Art.
Ziel des Projekts ist die Klärung von Aufbau, Charakter und Umfang der Privatsammlung von Jacques und Emma (1857-1941) und ihres Sohnes Erwin Rosenthal, sowie insbesondere die Erforschung ihres Verbleibes nach 1933 und der konkreten Verlustumstände. Mehrere deutsche Museen haben NS-verfolgungsbedingt entzogene Werke aus der Sammlung Rosenthal erworben. Zu rekonstruieren ist auch das Schicksal der Pariser Wohnung in der 45 Rue Emile Menier, die vom Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg beschlagnahmt worden ist.
Das Projekt wird in Kooperation mit Julia Rosenthal (Oxford), Enkelin von Erwin Rosenthal, durchgeführt.
Vor Ort kooperiert das ZI insbesondere mit dem Stadtarchiv München (NL-ROS Rosenthal, Firmen- und Familienarchiv, 1890-2014).

Förderzeitraum/Projektdauer

1. November 2020 bis 31. Januar 2022

Beteiligte Institutionen

Zentralinstitut für Kunstgeschichte

Förderer

gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste
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Kontakt

rosenthal@zikg.eu

Team