Aktuelle Projekte
Ökologie des Verlusts. Künstlerische Strategien jenseits von Trauer
Forschungsprojekt | Teil der Forschungsgruppe „Umwelt und Ökologie“. Das Projekt untersucht zeitgenössische künstlerische Strategien, die Verluste nicht betrauern, sondern als analytisches Instrument nutzen, um Verflechtungen von Technologie, Macht, Kolonialität und ökologischer Zerstörung offenzulegen. Wie operieren diese Praktiken als Intervention in gesellschaftliche Prozesse des Erinnerns und Vergessens und bringen dabei neue Formen des Dokumentarischen hervor?
RDK Labor
RDK Labor ist eine Online-Plattform. Hier werden Ergebnisse realienkundlicher Forschung und Materialien (Listen, terminologisches Material) veröffentlicht.
Rekonstruktion der abhanden gekommenen Kunstwerke aus dem Eigentum von Siegfried, Betty und Walter Lämmle
Drittmittelprojekt | Im Rahmen des Projekts sollen die Objekte im Eigentum von Familie und Kunsthandlung identifiziert werden, die im Nationalsozialismus und insbesondere ab Sommer 1935 abhandenkamen, die Umstände des Verlusts recherchiert und ggfs. der heutige Standort der Objekte in Erfahrung gebracht werden.
Rekonstruktion der Arisierung des Münchner Antiquariats Ludwig Rosenthal und Rekonstruktion des Verlusts der Kulturgüter aus dem Eigentum der Familie Norbert Rosenthal
Drittmittelprojekt | Das durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste geförderte Forschungsprojekt untersucht die NS-Verfolgung der jüdischen Antiquarsfamilie Ludwig Rosenthal in München, deren Geschäft zerstört und deren Buch- sowie Kunstbestand arisiert wurden. Durch Archivstudien in München und den Niederlanden sollen die Entziehungsvorgänge rekonstruiert, Verluste quantifiziert und Objekte identifiziert werden. Dies kann Museen und Bibliotheken weltweit Provenienzdaten liefern und zugleich der Familie ermöglichen, Restitutionsansprüche geltend zu machen.
Sommerresidenzen und herrscherliche Refugien um den Monte Vulture. Wohnkomfort und Naturerfahrung im spätstaufisch-frühangevinischen Süditalien
Drittmittelprojekt
Sozialistisches Bewusstsein und transregionale Verflechtungen – Internationale Fotoausstellungen in der DDR
Fellowship- und Stipendienprojekt | Daniel Berndt ist Stipendiat des Landes Niedersachsen am Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Structures of Peacemaking and Peacekeeping | Emergent Architectures of Early Modern Diplomacy
Fellowship- und Stipendienprojekt | Fatma Serra Inan ist Preisträgerin des Theodor-Fischer-Preises 2026
Tapisserie, Textur, Text Wechselwirkungen zwischen Literatur, allegorischem Denken und europäischer Bildwirkerei vom 14. bis zum 16. Jahrhundert
Drittmittelprojekt | Das Projekt möchte in einem medienübergreifenden Ansatz textile Bildallegorien und literarische Bearbeitungen von Tapisserien zusammenführen und nach zeitgenössischen Praktiken wie Möglichkeiten der Verortung fragen. Das Vorhaben soll aufzeigen, wie diese kostbar-exklusiven, in Europa zirkulierenden Bildwerke historisch eingeordnet werden konnten, in welcher Form Tapisserien und Texte, Erzählung und Allegorie ineinandergreifen.
Unikales Quellenmaterial zum deutschen Kunsthandel digital vernetzen: Provenienzen, Beteiligte und Objekte in Handexemplaren von Auktions- und Lagerkatalogen 1860–1950
Drittmittelprojekt | Mit dem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Kooperationsprojekt der Universitätsbibliothek Heidelberg und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte sollen Handexemplare und Protokollkataloge deutschsprachiger Auktionshäuser und Kunsthandlungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts digitalisiert und vertiefend erschlossen werden.
Vom Werk zum Schöpfer: Erhellung des Schöpferprofils des Thomas-Altars von gen. Meister Francke durch ikonografische Analyse und Verbreitungsbereich
Fellowship- und Stipendienprojekt | Ayu Okumura ist Fellow der Kajima Foundation for the Arts 2026
Zentralinstitut für Kunstgeschichte München in Kooperation mit Farah Einstein, Johannesburg – Sammlungen der Familie Einstein und Kunsthandlung Theodor Einstein & Co.
Drittmittelprojekt | Von 1885 bis zur verfolgungsbedingten Geschäftsaufgabe 1937 war die Kunsthandlung Theodor Einstein & Co in der Münchner Maximilianstraße 6-7 ansässig. Der Forschungsstand zur Kunstsammlung der Familie – auch und gerade im Hinblick auf ihren Status als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut – ist desolat; hier setzt das Kooperationsprojekt an. Ziel ist es, Umfang, Beschaffenheit, Genese und die erzwungene Auflösung der Privatsammlung durch eine umfassende ergebnisoffene Kontext- und Grundlagenforschung zu ermitteln und zu rekonstruieren.
Zwischen Waben und Werken. Eine Untersuchung künstlerischer Auseinandersetzungen mit Bienen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Fellowship- und Stipendienprojekt | Sophie Godzik ist Stipendiatin der Freien und Hansestadt Hamburg